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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 10:11 
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Registriert: Samstag 20. Juli 2013, 12:49
Beiträge: 17
Es wird immer ruhiger und stiller hier. Welche guten Absichten gibt es, sich am Austausch hier zu beteiligen? Welche Auswirkungen wären möglich und denkbar?


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 10:58 
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Registriert: Mittwoch 5. Juni 2013, 22:27
Beiträge: 146
Zitat:
Es wird immer ruhiger und stiller hier.
Ja, was sind die Gründe dafür?
Vielleicht Ferienabwesenheit in diesem kurzen Sommer?
Oder wurde bereits alles gesagt, was es zu sagen gibt?
Oder verläuft sich die Kritik im Sand, weil sie auf taube Ohren stösst und man die Vergangenheit in eine Box pressen und zuschnüren will?
Oder herrscht jetzt die sogenannte Ruhe vor dem Sturm?
Ich kann keine schlüssige Antwort geben, weil ich zu wenig "Forum-Erfahrung" habe.
Oder ist jetzt die Zeit da, wo wir aufhören, zu beschreiben, woher wir kommen und uns mehr mit der Frage beschäftigen, welche Ziele wir in der Zukunft sehen, die wir erreichen wollen?

Zitat:
Welche guten Absichten gibt es, sich am Austausch hier zu beteiligen? Welche Auswirkungen wären möglich und denkbar?
Wer im Forum schrieb, hat sich mit seiner eigenen Vergangenheit und der Vergangenheit von SR auseinandergesetzt.
Es ist sicher nicht ratsam, dort stehen zu bleiben, wo man sich nur noch wünscht, dass die Vergangenheit doch besser gewesen wäre.
Gott ist ein Gott der Zukunft, nicht der Vergangenheit.
Wenn wir irregeführt und unsere Begabungen und Ziele zerstört oder zumindest mit Abfall nackter menschlicher Gier überschüttet wurden, dann bleibt nur noch Gott als Option offen.

Letzthin hörte ich von einer betroffenen Person folgende Aussage:
Zitat:
Der Gott, den ich jetzt kennen gelernt habe, hat nichts zu tun mit dem Gott, der mir in Spätregen als Drohfigur vor Augen gemalt wurde, der nur immer hinter mir her ist, um mich zu tadeln und zu bestrafen.
Nein, ich weiss, sagte diese Person, dass Gott es gut mit mir meint, dass er ein Ziel für mich hat und mich durch mein Leben als Vater begleiten will.
Das habe ich in Spätregen nie gehört oder erlebt.

Ich sehe da eine Möglichkeit, einen Sinn darin, dass sich die Forums-"Gemeinde" in eine neue Richtung bewegt.
Oder ist das ein falscher Ansatz?


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 16:45 
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Registriert: Sonntag 25. August 2013, 12:20
Beiträge: 9
ein freundliches Hallo an alle hier,

Welche guten Absichten gibt es, sich am Austausch hier zu beteiligen?

Ich weiß nicht, ob meine Absichten in aller Augen "gut" erscheinen (obwohl ich es sehr hoffe), aber von mir gut und freundlich gemeint sind sie zu/über euch von Anfang an und der Grund, warum ich mich nun nach stillem Mitlesen hier doch als user angemeldet habe.
Austauschen würde ich mich gern mit euch, wie es dem einen oder anderen inzwischen geht, obwohl ich weiß, dass ihr natürlich sehr vorsichtig gegenüber einem fremden Nick seid.


Welche Auswirkungen wären möglich und denkbar?

ich habe überlegt, wie ich formulieren könnte, was "möglich" wäre, aber dann erinnerte ich mich daran, wie dunkel, verängstigt, unsicher und manchmal hoffnungslos mir einmal Zukunft im Glauben erschien und fand schnell alle Worte wenig mutmachend.

also erzähle ich doch ein bischen von mir, denn wenn ich zurück sehe, bleibt nur Aufatmen und Dankbarkeit. Wenn es hier unpassend erscheint, bitte löschen, ich tappe in eurem Forum noch unbeholfen wie ein Baby durch die Welt :-)

Aus Gründen, die ich hier nicht nennen mag (ich bitte um Verständnis) waren mir von Kindheit an sowohl bestimmte Glaubensgrundsätze als auch damit eng verbunden Ängste sehr vertraut und bekannt. In Gemeinschaft mit gleichartig lebenden Menschen schien es mir, als müsse ein "gläubiger Mensch" so und nur so leben, denken, reden und handeln. So bewegte ich mich sehr viele Jahre meines Lebens in diesen Kreisen, um den Halt darin nicht zu verlieren und aus Angst, "verloren zu gehen", wenn ich auch nur einen Schritt davon abginge.
"Gott" war, ohne es näher erklären zu wollen, ein unberechenbarer Richter aller Fehler und Sünden, der aus damaliger Sicht ja in der biblischen Geschichte oft genug belegbar am Auslöschen von Völkern und Menschen Macht und Stärke seiner heiligen Allmacht gezeigt hatte.
Immer wieder erlebte ich auch, wie Menschen die Gemeinschaft verließen nachdem sie unverstanden die Hoffnung auf "innere Veränderung" verloren hatten.

Es brauchte viele Jahre, bis ich selbst den Schritt wagte und Freunde, Gemeinschaft und Warnungen zurück lies.
Ich ging dennoch und anfangs schien es ein schrecklich fauler Tausch zu sein.
Ich hatte Angst in ein Loch zu fallen- und ich fiel auch in eines, denn ich war voller Wut, Entsetzen, Trauer und Unverstehen. Ich verstand nicht, warum ich plötzlich wie ein Aussätziger behandelt wurde von Menschen, mit denen ich all die Jahre zuvor so eng Glaube gelebt hatte.
Ich verstand nicht, warum scheinbar nur ich sah, dass bestimmte Dinge, die "normal" in dieser Gemeinschaft waren, völlig menschenunwürdig und entsetzlich waren.
Und das Schlimmste für mich persönlich war, dass ich innerlich neben all dem, was ich als Last zu verarbeiten haben würde in den folgenden Jahren, auch nicht mehr wußte, was ich wirklich glaubte.

Ich wusste nicht mehr, wer "Gott" wirklich war, was er wollte oder auch ob ich nicht doch als einzelner Mensch den Fehler meines Lebens gemacht hatte und zurück kehren sollte.
Glaubte ich, was ich all die Jahre für selbstverständlich gehalten hatte, oder hatte ich im Grunde meines Herzens nur aus Angst geglaubt, weil alles andere in eine dunkle Verlorenheit führen sollte?

Ich erinnere mich an diese Zeit noch heute. Ich nahm einen Zettel und überlegte mir tagelang, ob es mir gelingen würde, ehrlich mit mir und zu mir selbst zu sein.
Auf dem Zettel stand nur eine Frage: "Was glaube ich wirklich?"
Ich hatte viel Wissen, Lehre und Gemeinschaftsleben hinter mir. Doch in den Tagen, in denen ich mir nur diese eine Frage stellte, wurde mir klar, wie wenig und winzig ich mich fühlte, als ich plötzlich allein war.

Schließlich, um es abzukürzen und euch nicht Zeit zu stehlen, stand nach schlaflosen Nächten und unendlich vielen wirren Gedanken, möglichen Antworten und wieder verworfenen Ideen nur ein Satz auf dem Zettel.

"Ich weiß in meinem Inneren leider nur noch, dass DU mein Schöpfer bist und hier bist, der mich in Liebe und Geduld gemacht hat ."

Alles andere war wie zerbrochen, unsicher, und ich hatte Angst.
Doch heute weiß ich, es war für mich persönlich der Anfang, was damals wie ein Ende erschien.
Ich lernte "Gott" völlig neu kennen, ganz nah und ganz einfach ohne gläubige Floskeln, Wortwendungen, Praktiken und Ritualen.
Manche "Wunden" und Erinnerungen heilen schwer, vielleicht in diesem Leben gar nicht recht. Andere Dinge, habe ich losgelassen- nicht weil sich in jener Gemeinschaft je bis zum heutigen Tag etwas verändert hätte oder Fehler erkannt/bekannt worden wären- sondern um meinetwillen.
Ich sehe zurück auf das, was war, und es entfernt sich mit den Jahren und bleibt doch ein Teil von mir und meinem Leben.
Nicht dass ich Unrecht in solchen Gemeinschaften relativiere- UNrecht bleibt UNrecht. Doch ich hätte nie heute das Denken, Fühlen und Glauben, wenn ich mich damals nicht aufgemacht hätte und losgelassen hätte.
So banal es klingt- ich begann unter anderem mit der Frage "Wer/Wie bist du wirklich, Gott?"

wäre das nicht eine gute Auswirkung? wenn Menschen gemeinsam nach solchen Vergangenheiten fragend in die Zukunft gehen?
Ich selbst bereue aus meiner Vergangenheit, dass ich "Gott" durch Menschenfurcht erst wirklich zu entdecken beginnen konnte, als ich nichts Vertrautes mehr hatte. Doch was ich seither habe und lebe ist für mich um so viel wertvoller und lehrt mich Vertrauen in neuer Art.
ich weiß nicht, weil der Text so lang geworden ist, passt er vielleicht nicht recht hier her, aber ich wünsche allen Verwundeten, Verängstigten und Suchenden seither und jeden Tag neu, dass Glaube einfach wird, Fragen nicht "dumm" klingen und ein Miteinander Freiheit gibt.

lg
whisper


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 18:03 
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Registriert: Montag 3. Juni 2013, 17:06
Beiträge: 177
Liebe/r whisper,

dein Text ist weder zu lang, noch unpassend, er ist sehr, sehr wertvoll! Dankeschön! Mich berührte dein Text eben beim Lesen auf sehr besondere Weise und ich möcht' dich das gerne wissen lassen.

Ich kann deine Erfahrungen gut nachempfinden, auch wenn ich heute sehr kritisch überprüfe und hinterfrage, ein Gott es ganz bestimmt nicht einfach mit mir hat ;-), ich sehe manches ähnlich wie du. So auch die Sache mit dem Lernen aus dem Geschehenen und Erlebten. Harte Erfahrungen können einen Sanftmut und Liebe auf besondere Weise erfahren und wertschätzen lassen. Auch Gerechtigkeit hat in meinem heutigen Leben eine sehr prägnante Bedeutung. Es fällt mir auch recht schnell und schmerzvoll auf, wenn ich mich selbst ungerecht verhalten habe. Und wenn nicht, bin ich sehr dankbar, wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde.

Es ist nie zu spät, sich weiterzuentwickeln.

Mit Dank und lieben Grüßen,
Pünktchen

P.S.: Texte dürfen hier so lang werden wie sie eben werden, es gibt keine Begrenzungen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 18:36 
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Registriert: Montag 3. Juni 2013, 17:06
Beiträge: 177
whisper hat geschrieben:
Aus Gründen, die ich hier nicht nennen mag (ich bitte um Verständnis) waren mir von Kindheit an sowohl bestimmte Glaubensgrundsätze als auch damit eng verbunden Ängste sehr vertraut und bekannt. In Gemeinschaft mit gleichartig lebenden Menschen schien es mir, als müsse ein "gläubiger Mensch" so und nur so leben, denken, reden und handeln. So bewegte ich mich sehr viele Jahre meines Lebens in diesen Kreisen, um den Halt darin nicht zu verlieren und aus Angst, "verloren zu gehen", wenn ich auch nur einen Schritt davon abginge.


So, genau so lernten wir es. Es gab konkrete Vorstellungen und Richtlinien, die eingehalten werden sollten / mussten, um nicht im ewigen Feuer zu landen. Einschüchterung macht Menschen unsicher und unsichere Menschen lassen sich leichter einschüchtern.
Die Angst "verloren zu gehen" kann sehr hilflos und somit auch abhängig machen.

Dabei vergisst man, dass es immer Möglichkeiten und Wege gibt, man muss sich nur aktiv auf die Suche begeben.

Materielle Existenzangst ist m.E. nur halb so tragisch wie diese Angst als Mensch verloren zu gehen.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 21:12 
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Registriert: Donnerstag 6. Juni 2013, 21:48
Beiträge: 31
Wohnort: Deutschland
Hallo whisper,
auch von mir ein herzliches Willkommen.
Die Frage, was können/möchten wir mit unserem Forum erreichen, zu was kann es gut sein, stellte ich mir und auch den Schreibern schon bei den Gnadenkindern und ich kann nur für meine Wünsche sprechen.
Ich wünsche mir genau das, was du und manch einer geschrieben hat/habt.
Wie ihr durch das Chaos von Gefühlen gekommen seit, in das wir, glaube ich, alle gestürzt sind, nachdem wir uns von der Gemeinschaft getrennt haben. Wie ihr euch von den Ängsten des Verlorengehens befreien konntet. Wie ihr trotz allem euren Glauben an Gott nicht verloren habt.
Die Frage, warum glaube ich überhaupt, die kenne ich immer noch. Und dieses:Gott,wer und was bist du denn nun wirklich.Aber langsam kommt in mir die Gewissheit durch, Gott liebt mich als Mensch, dazu muß ich nicht einer Gemeinde angehören.
Aber ohne die vielen Gespäche, dem Erfahrungsaustausch mit denen, die wissen, wovon ich rede, würde ich wahrscheinlich immer noch vor Angst krank sein.
Das war und ist der Grund, warum ich hier lese und schreibe. Lasst uns einander helfen. Einfach füreinander da sein.
Und darum danke dir und jedem, der seine Erfahrung mit uns teilt.
Jemand sagte vor kurzem zu mir: auch die schlimmsten Erfahrungen im Leben sind nicht umsonst, denn sie haben den Menschen aus dir gemacht, der du heute bist. Auch ich bin im Umgang mit meinem Mitmenschen sehr sensibel und vorsichtig geworden und mein Gerechtigkeitssinn ist sehr ausgeprägt, da kann ich Pünkchen sehr gut verstehen.
Die Narben der tiefen Verletzungen werde bleiben, aber ich habe sie als einen Teil meines Lebens akzeptiert und bin Gott dankbar, das Er es verhindert hat, daß ich ganz zerbrochen wurde.
Dass wir durch unser schreiben eine Änderung in der Mission bewirken, wage ich zu bezweifeln. Sicher, es wurde viel Unrecht öffentlich gemacht und das hat uns unsere Zweifel an der Richtigkeit der Gemeinschaft bestätigt, doch der größte Teil derer, die noch dort sind und davon durch die Schreiber der Foren erfahren haben, beschimpfen uns als Nestbeschmutzer, Übelredner und Verfolger. Eben Ausgefallene.
Warum sollten wir dort etwas ändern wollen? Dort geht es um eine Institution, hier geht es um Menschen.
Und nur Menschen sind wichtig, nur menschsein gibt dem Leben einen Sinn.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 21:51 
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Registriert: Montag 3. Juni 2013, 17:06
Beiträge: 177
NORDSEEKRABBE hat geschrieben:
Dass wir durch unser schreiben eine Änderung in der Mission bewirken, wage ich zu bezweifeln. Sicher, es wurde viel Unrecht öffentlich gemacht und das hat uns unsere Zweifel an der Richtigkeit der Gemeinschaft bestätigt, doch der größte Teil derer, die noch dort sind und davon durch die Schreiber der Foren erfahren haben, beschimpfen uns als Nestbeschmutzer, Übelredner und Verfolger. Eben Ausgefallene.
Warum sollten wir dort etwas ändern wollen? Dort geht es um eine Institution, hier geht es um Menschen.
Und nur Menschen sind wichtig, nur menschsein gibt dem Leben einen Sinn.


Eben genau! Dort geht es um eine Institution, um Rituale und Regeln die Menschen in selbsternannten Positionen zur Machtausübung und zum Machterhalt erfunden haben. Es geht um Indoktrination mit bestimmten und gezielten Absichten, nämlich Menschen an ein System zu binden, sie vom System abhängig zu machen. Es zählt die Ideologie, es geht um eine Ideologie. Die Menschen sind dieser Ideologie untergeordnet. Die Ideologie steht über allem. Gott wird vorgeschoben. Im Namen Gottes geschieht leider viel ideologischer Unsinn, leider.

In einem TV-Film sagte kürzlich ein (extrem oder fanatisch) gläubiger Christ zu einem Polizisten, er habe eines mit ihm gemeinsam, nämlich den Sinn und Einsatz für Gerechtigkeit, nur dass des Polizisten Gerechtigkeit menschlicher Art und deshalb immer nur Flickwerk sei. Er hingegen verfolge und vertrete göttliche Gerechtigkeit, das sei was ganz was anderes. Wieder ein Extremist, der sich über andere setzte und sich damit auch irgendwie Gott gleichsetzte. Traurig! Als ob die Defintion von Gerechtigkeit in unterschiedlichen "Händen" eine andere Bedeutung hätte. Wir sind als Menschen angehalten, Gerechtigkeit zu leben, im Miteinander umzusetzen. Es gibt keinen Unterschied zwischen menschlicher und göttlicher Gerechtigkeit. Gerechtigkeit ist was sie ist, nämlich Gerechtigkeit.

Du hast vollkommen recht Krabbe, es ist unsinnig zu hoffen dort was zu verändern. Dies ist auch gar nicht unsere Aufgabe und überhaupt nicht meine Absicht, dies müssten die Mitglieder schon selbst in Angriff nehmen. Ich sehe dieses Forum als Plattform des freien Austausches, der in unseren demokratischen Verhältnissen glücklicherweise möglich ist.


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Ungelesener BeitragVerfasst: Montag 26. August 2013, 23:02 
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Administrator
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Registriert: Sonntag 2. Juni 2013, 23:17
Beiträge: 22
Pünktchen hat geschrieben:
Ich sehe dieses Forum als Plattform des freien Austausches, der in unseren demokratischen Verhältnissen glücklicherweise möglich ist.

Heute meldet sich der Admin und möchte die letzten Beiträge ebenfalls als sehr wichtig und bereichernd unterstreichen, ganz besonders auch die Beschreibung dieser Plattform durch "Pünktchen und "Krabbe", als ein wichtiges Instrument des freien Austausches, der in unseren demokratischen Verhältnissen glücklicherweise möglich ist und hier im Forum ohne Furcht und Einschränkung ausgelebt werden kann und darf!

Auch von der Administration ein Willkommen und Dankeschön an "whisper", für den sehr wertvollen Beitrag und die Unterstützung beim freien Austausch von Meinungen, Gedanken und Gefühle.

Macht weiter und fühlt euch frei bei "Frühsonne", egal wie lang ein Beitrag ist; jeder Beitrag ist wichtig und wertvoll!

Danke, die Board-Administration Doulos


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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 27. August 2013, 12:58 
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Registriert: Sonntag 25. August 2013, 12:20
Beiträge: 9
ich danke euch für die lieben Willkommensgrüße sehr.

"Wie ihr durch das Chaos von Gefühlen gekommen seit, in das wir, glaube ich, alle gestürzt sind, nachdem wir uns von der Gemeinschaft getrennt haben. Wie ihr euch von den Ängsten des Verlorengehens befreien konntet. Wie ihr trotz allem euren Glauben an Gott nicht verloren habt."

darüber staune ich nach all den Jahren oft selbst heute noch ;-)
Ich weiß eigentlich nur von mir, dass es mit Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit begann. Mir gegenüber, meinen Gefühlen und Fragen, aber wesentlich wichtiger auch "Gott" gegenüber.
Diese Aufrichtigkeit fand ich zwar anfangs selbst erschreckend (wer hat schon kein dumpfes Bauchgefühl, wenn er zugeben muss, dass die scheinbar "einfachsten Glaubens- und Lebensregeln" gar nicht mehr logisch und haltgebend sind ;-)), aber so einige Male lächelte ich sogar nach einiger Zeit über meine frühere Blindheit für einfache Fragen und Antworten.
Ich lernte, dass es in diesem Leben nicht wirklich immer und ständig darum gehen darf, ob man Fehler machte oder nicht und dass ich nicht um Liebe kämpfen musste, die einfach schon immer da war.
Um was ging es denn wirklich?
Wozu war/ist unser Leben denn da?
Ich gebe zu, bis zum heutigen Tag habe ich nicht mehr aufgehört, "Gott" kleine und große Dinge zu fragen, zu zuhören und sehr ungeduldig zu hinterfragen. ("Gott" hat also auch in mir wohl eher eine neugierige, zuweilen "nervende Seele" lächel)
Die Angst, verloren zu gehen, verlor ich langsam aber mit den Jahren deutlich mehr, je mehr Zeit ich mit dem verbrachte, der mich erschaffen hat.
Wenn ich heute diese Frage stelle oder andere dieser Art, dann kenne ich SEINE Gegenfrage, die mir Antwort genug ist -"Vertraust du mir?"

Mut und Aufrichtigkeit mir selbst und anderen Gegenüber haben mich gelehrt, dass ich nichts "einfach nur schlucken muss" und "glauben muss" nur um nicht in ein ewiges Feuer verbannt zu werden.
Ich habe meinen "Glauben", den ich damals hatte, völlig verloren. Doch ich glaube, das ist so. Aber ich bin dankbar dafür.
Heute glaube ich dem, mit dem ich lebe, dass er mein Herz sieht und die Beziehung mit ihm fest bleibt, wo auch immer ich bin.

Ich wünsche euch einen einfachen und beflügelten Tag

lg


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Ungelesener BeitragVerfasst: Dienstag 27. August 2013, 22:35 
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Registriert: Samstag 20. Juli 2013, 12:49
Beiträge: 17
whisper hat geschrieben:
ich danke euch für die lieben Willkommensgrüße sehr.


Ich begrüße die positive Auswirkung deiner Gedanken :). Mit ihnen kam wieder mehr Leben hier rein.

whisper hat geschrieben:
"Wie ihr durch das Chaos von Gefühlen gekommen seit, in das wir, glaube ich, alle gestürzt sind, nachdem wir uns von der Gemeinschaft getrennt haben. Wie ihr euch von den Ängsten des Verlorengehens befreien konntet. Wie ihr trotz allem euren Glauben an Gott nicht verloren habt."
darüber staune ich nach all den Jahren oft selbst heute noch ;-)
Ich weiß eigentlich nur von mir, dass es mit Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit begann. Mir gegenüber, meinen Gefühlen und Fragen, aber wesentlich wichtiger auch "Gott" gegenüber.
Diese Aufrichtigkeit fand ich zwar anfangs selbst erschreckend (wer hat schon kein dumpfes Bauchgefühl, wenn er zugeben muss, dass die scheinbar "einfachsten Glaubens- und Lebensregeln" gar nicht mehr logisch und haltgebend sind ;-)), aber so einige Male lächelte ich sogar nach einiger Zeit über meine frühere Blindheit für einfache Fragen und Antworten.


Ich versuche mich jetzt im Zitieren und hoffe, dass es klappen wird. Das letzte Mal ist eine Weile her, ich bin nicht gerade forumserfahren. Diesen deinen Abschnitt finde ich äußerst wichtig. Ich kann nur bestätigen, was du schreibst. Wenn ich über mich in der früheren SR-Welt schmunzeln kann, dann nenne ich das über meine frühere Naivität zu schmunzeln. Ich war großem Schwarz-Weiß-Denken verfallen. Bin froh, dass ich das losgeworden bin. Zu dieser Erkenntnis kam ich auch durch aufrichtiges Nachsinnen.
whisper hat geschrieben:
Ich lernte, dass es in diesem Leben nicht wirklich immer und ständig darum gehen darf, ob man Fehler machte oder nicht und dass ich nicht um Liebe kämpfen musste, die einfach schon immer da war.
Um was ging es denn wirklich?
Wozu war/ist unser Leben denn da?
Ich gebe zu, bis zum heutigen Tag habe ich nicht mehr aufgehört, "Gott" kleine und große Dinge zu fragen, zu zuhören und sehr ungeduldig zu hinterfragen. ("Gott" hat also auch in mir wohl eher eine neugierige, zuweilen "nervende Seele" lächel)
Die Angst, verloren zu gehen, verlor ich langsam aber mit den Jahren deutlich mehr, je mehr Zeit ich mit dem verbrachte, der mich erschaffen hat.]

Wirklich gut beschrieben. Fehler kann man wiedergutmachen, sie sind kein Weltuntergang. Auch ich verbrachte extrem viel Zeit mit Fehlervermeidung, um ja ein guter Christ zu sein. Ich verlangte von mir oft Übermenschliches. Umso menschlicher ich mir selbst begegnete, umso mehr verlor auch ich allmählich die Angst verlorenzugehen.
whisper hat geschrieben:
Wenn ich heute diese Frage stelle oder andere dieser Art, dann kenne ich SEINE Gegenfrage, die mir Antwort genug ist -"Vertraust du mir?"

Gott zu vertrauen braucht eine Basis aus Liebe und Selbstvertrauen und Sicherheit. Auch Eigenverantwortung. Du hast ein persönliches Vertrauensverhältnis zu Gott aufgebaut, auf das du dich verlassen kannst. Du brauchst keine Mittler und keine Fremdbestimmung. Du gehst den direkten Weg, deinen Weg mit Gott?

Viele Grüße, hugo


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